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Samsung BD-P1500 vs. Yamaha BD-S2900 – Teil 1
Samsung BD-P1500 vs. Yamaha BD-S2900 – Teil 2

Eigentlich war der große Test der beiden Blu-Ray Player Yamaha BD-S2900 und Samsung BD-P1500 bereits abgeschlossen … aber der Samsung stand noch bei mir, da habe ich mich entschlossen auch diese beiden Kandidaten nochmal in den direkten Vergleich hinsichtlich ihrer Tonqualitäten zu bringen.

Beide werden nun zeigen müssen, was sie tonal aus den Blu-Rays herausholen und wo ihre Stärken, aber auch Schwächen liegen. Verglichen habe ich die beiden Palyer mit den Blu-Rays von „Fluch der Karibik 1 – 3“.
Ich habe beide Player parallel per HDMI-Receiver Yamaha RX-V663 angeschlossen, um so direkte Tonvergleiche anstellen zu können, ohne Kabel umstecken oder Blu-Rays tauschen zu müssen. Somit ist ein direkter Tonvergleich beider Player mit denselben Filmpassagen direkt hintereinander möglich.
Nicht getestet habe ich die Tonausgabe aus etwaigen vorhandenen analogen Augängen, per koaxial oder optischem Kabel!

Ich kann vorweg schon mal sagen, dass man zwischen beiden Playern deutliche Unterschiede feststellen kann.
Nun aber etwas detaillierter … Am Beispiel des Films „Fluch der Karibik 1“ stelle ich kurz vor, wie man zu Hause selber die Unterschiede feststellen kann.
Es geht direkt zu Beginn des Films im 2. Kapitel los. Jack steht oben auf dem Segel seines kleinen Bootes was langsam voll Wasser läuft. Hier begegnet uns erstmals Jacks Melodie in dieser Trilogie. Hier kann man im direkten Vergleich des Yamaha mit dem Samsung feststellen, dass der Yamaha die einzelnen Instrumente und deren Chrakteristika besser herausarbeitet und somit ein differenziertes Klangbild erstellt. Man hört vor allem in den Höhen viel klarere Nuancen, die das ganze Klangbild lebhafter und auch natürlicher erscheinen lassen.
Direkt danach springt Jack vom Mast herunter ins Boot und holt sich einen Eimer, um das Wasser aus dem Boot zu schaufeln. Hier fällt direkt auf, dass bei dem Yamaha die ganzen Geräusche vom gehen durch das Boot über das tuschieren anderer Gegenstände des Bootes bis hin zum herausheben des Eimers aus dem Wasser alles auch tonal wahrzunehmen ist. Der Samsung schwächelt hier ein wenig und lässt zum Teil nur schwer erahnen, dass es auch eine tonale Untermalung ausser der Melodie gibt. Da merkt man die Vorzüge des Yamaha, der auch in den Passagen mit leisen Hintergrundgeräuschen deutlich besser arbeitet.
Nachdem Jack im Hafen angekommen ist und angelegt hat, wird von der Kamera über die Mauer in das innere der Festung geschwenkt. Dort marschieren die Soldaten im Rahmen einer Zeremonie in den Hof ein. Die Musik, welche dabei gespielt wird, zeigt wieder die Unterschiede zwischen beiden Playern. Der Yamaha diffenziert viele unterschiedliche Instrumente und deren charakteristischen Passagen heraus, während der Samsung zwar auch eine schöne musikalische Kulisse herstellt, dort aber alles wie eine massive Melodie ohne chrakteristische Besonderheiten der einzelnen Intrumente wirkt. Die Musik wirkt beim Yamaha auch hier einfach lebhafter und aufregender!
Nun springen wir zum 3. Kapitel. Jack ist ins Wasser gesprungen, um Elizabeth vor dem Ertrinken zu retten. Am Beginn des Kapitels taucht er prustend auf und man hört viel blubbern, plätschern und schlagen der Wellen im Wasser. Der Yamaha präsentiert hier vor allem im Bereich der hohen Töne ein besseres und lebendigeres Bild. Der Samsung hat in dem Bereich eindeutig Schwächen. Im fehlt da die Dynamik und aus diesem Grund wirkt der Ton des Yamaha einfach voller, natürlicher und lebendiger.
Ein wenig später greift die Black Pearl Port Royal an und hier ist, was den Bassbereich angeht, der Samsung stärker. Er entfaltet eindeutig mehr Druck als der Yamaha! Die Kanonenschüsse und Explosionen sind eindeutig druckvoller und es wird mehr Vibration vom Subwofer in den Raum ausgestrahlt. Allerdins sollte man diesen Aspekt nicht allzu sehr überbewerten, das kann man schliesslich am Subwoofer auch nachregeln, wenn einem der Yamaha zu wenig unten rum bringt. Bei den Höhen kann man da nicht so gut nachregeln!
Diese beschriebenen tonalen Unterschiede lassen sich durchweg durch die Filme feststellen!

Wenn man nun eine Musik Blu-Ray einlegt, dann stellt man ganz einfach durchweg fest – wie oben bereits beschrieben -, dass die Musik auf dem Yamaha durch die beschriebenen besser dargestellten Höhen und das bessere herausarbeiten einzelner Instrumente voller und lebendiger rüberkommt. Es hat einfach mehr den Chrakter eines richtig schönen Konzertes!

Kurz gesagt, beide Player sind hier doch uterschiedlicher als es im vorangegangenen Test der Pioneer BDP-320 und der Yamaha BD-S2900 waren. Der Yamaha geht hier klar als Sieger hervor. Hier hört man den Unterschied von 150 – 200 € zu 999 €.
Aber auch hier bitte wieder ins Kalkül ziehen, über welche Anlage man zu Hause den Film geniessen möchte und ob sich für diese Anlagenqualität die Anschaffung eines deutlich teureren Players lohnt! Nur weil der Player deutlich besseren Ton macht, heißt das nicht zwangsweise, dass man auf jeder Anlage diesen Unterschied auch hört!

Somit ist auch der letzte Teil dieses Tests zu Ende!
Ich hoffe ich konnte Euch so ein bisschen die Charakteristika der beiden Player näher bringen und wozu sie im Stande sind! Bald wird es wieder Tests hier geben, mal sehen welche Blu-ray Player mir dann in die Hände gefallen sind 😉

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