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Samsung BD-P1500 vs. Yamaha BD-S2900 – Teil 1

Endlich ist es soweit!
Ich habe nach langer Zeit mal den Freiraum gehabt, mich wieder mit dem Vergleich der beiden aktuell bei mir herumstehenden Blu-Ray Player zu beschäftigen.

Die Randdaten habe ich bereits im Vorgängerartikel erläutert und bin auf die Bedienung der beiden Geräte, was ich wie einstellen kann und die Einlesezeiten eingegangen.
Heute folgt die genaue Begutachtung des Bildes, dem Hauptargument für den Kauf eines Blu-Ray Players. Zu diesem Zweck habe ich beide Player – den Yamaha BD-S2900 und Samsung BD-P1500 – parallel an einen Receiver – ein Yamaha RX-V663 – angeschlossen und bei beiden jeweils denselben Film eingelegt. So kann direkt durch Kanalumschaltung am Receiver das Bild beider Player miteinander verglichen werden, ohne dass die Blu-Ray von einem Player in den Nächsten wechseln muss.

Um das Bild zu vergleichen, habe ich 2 Filme genommen:

  • Fluch der Karibik – Teil 1
  • James Bond – Ein Quantum Trost

Begonnen habe ich mit „Fluch der Karibik – Teil 1“. Dabei sind folgende Auffälligkeiten im Vergleich der beiden Player anzumerken:

  • Ganz am Anfang fährt das Schiff des Gouverneur Swan aus dem Nebel heraus und die kleine Tochter steht an der pechschwarzen Reeling – Hier erkennt man direkt im Vergleich der beiden Player, dass das Bild des Yamaha BD-S2900 schön ruhig ist, beim Samsung BD-P1500 ist es etwas wackelig bzw. eben unruhig
  • Die Tochter des Gouverneurs singt an der Reeling und wird von einem Matrosen – eine der Hauptfiguren, ich habe den Namen aber gerade nicht parat – zu dem Lied angesprochen. Hier fällt auf, dass Passagen, die im Sonnenlicht liegen wie der Hut des Matrosen, vom Yamaha auch deutlich strahlender dargestellt werden. Der Samsung stellt sich in der Hinsicht nicht so gut an und erzeugt da ein eher neutrales unspektakuläres Bild
  • Anschliessend fischt die Besatzung einen Jungen aus dem Wasser und direkt danach sehen sie ein brennendes englisches Schiff, auf das sie zufahren. Hier zeichnet der Yamaha ein diffenzierteres Flammenbild. Beim Samsung sind die Flammen durchweg in sich nahezu farbgleich, also kaum bis gar keine Nuancen zu erkennen. Der Yamaha hingegen lässt hier klar Nuancen erkennen, auslaufenden Bereiche der Flammen nehmen deutlich an Farbe ab und werden durchsichtiger.
    Dasselbe gilt hier auch für den Rauch. Bei dem sind die Unterschiede zwar erheblich geringer, aber hier kann man auch eine leicht bessere Ausdifferenzierung und damit detailreichere Darstellung der Rauchschwaden erkennen
  • Etwas später fährt Jack – kurz vor dem Einlaufen in Port Royal – an 2 Felsen vorbei, wo zur Abschreckung 3 Piraten am Galgen baumeln. Dort erkennt man wieder die bessere Laufruhe des Yamaha, die Schrift lässt sich erheblich angenehmer lesen
  • Später in der Festung bei der Beförderungszeremonie bekommt Elizabeth sehr schwer Luft und fällt von der Mauer der Festung ins Wasser hinab. Hier kann man in der Kameraeinstellung nach Elizabaths Sturz, wenn nach oben an der Wand entlang auf den frischgebackenen Commodore gehalten wird, erkennen, dass die Farben beim Yamaha brillanter sind, sie kommen frischer rüber und lassen so auch das Bild in sich dynamischer wirken.

Hier habe ich den Test mit „Fluch der Karibik – Teil 1“ beendet und bin zum 2. Film übergegangen – Ein Quantum Trost:

  • Direkt am Anfang des dritten Kapitels wird über ein Platz voll mit Menschen geschwenkt und im Hintergrund sieht man ein höheres Gebäude. Hier fällt wieder positiv die bessere Laufruhe des Yamaha BD-S2900 auf
  • Das Bild an der Zeitmarke 18:20, wo James in einem Gang im Schatten steht, zeigt sehr schön die bessere Durchdiffenrenzierung der Farben beim Yamaha. Der Samsung stellt die helle Hose von James fast einheitlich dar, wo hingegen beim Yamaha zu erkennen ist, dass er Nuancen und Schattierungen besser herausstellt und die Hose eben nicht einheitlich erscheinen lässt

Im Folgendes habe ich Quantum Trost mal ein wenig am Stück auf beiden Playern geschaut und auch hier stellte sich wieder der Gesamteindruck ein, dass der Yamaha das Bild dynamischer und lebendiger darstellt. Man muss da aber schon sehr genau drauf achten, sonst fällt einem das so beim lockeren Filmschauen kaum bis gar nicht auf.

Weitere Tests habe ich nicht gemacht. Ich wollte dabei auch keine Doktorarbeit schreiben, ich wollte nur nachvollziehbar darlegen, wie die Unterschiede sich darstellen, sofern es welche gibt, und wie man sie gegebenenfalls nachvollziehen kann.

Insgesamt geht hier der Yamaha BD-S2900 deutlich als Sieger hervor:

  • Größere Bildruhe – dadurch passagenweise angenehmer zu gucken
  • Größere Farbdynamik und -brillianz, wodurch das Bild lebendiger ist ohne dass es überzogen oder zu peppig wirkt
  • Besseres Ausdifferenzierungsvermögen des Yamaha, wodurch Details besser dargestellt werden und in Bereichen mit wenig Nuancen diese aber zu erkennen sind, ohne einfarbige Flächen darzustellen

Hinsichtlich der Schärfe habe ich persönlich bei beiden Playern keinen Unterschied finden können!

Dennoch möchte ich hier noch herausstellen, dass der Preisunterschied der beiden Player eklatant ist und in Anbetracht dessen, dass es sich bei dem Samsung BD-P1500 um einen Player handelt, der aktuell für um die 150 € zu bekommen ist, dieser definitiv kein schlechter ist!
Für einen Einstiegsplayer auf kleineren LCD-TVs und für Kunden, die nur ein bisschen Blu-Ray haben wollen ohne große Ansprüche, ist es ein guter Einstiegsplayer. Wer allerdigs etwas mehr möchte und das Bild auf dem großen LCD, Plasma oder Beamer geniessen möchte, der sollte besser in das nächste Regal gehen, da kann man definitiv noch mehr Spaß beim Filmgenuss herausholen 😉

Es ist bereits ein Folgeartikel hierzu erschienen:

Samsung BD-P1500 vs. Yamaha BD-S2900 – Teil 2
Samsung BD-P1500 vs. Yamaha BD-S2900 – Teil 3

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