Nun ist er da, der Samsung BD-P1500, mein neuer Testkandidat aus der Riege der Blu-Ray Player im unteren Preissegment. Mal sehen was der BD-P1500 als der aktuell günstigste Blu-Ray Player am Markt und auch als der Blu-Ray Player der Mainstream-Elektromärkte so zu bieten hat … er ist schliesslich auch nicht mehr das jüngste Modell am Markt.

Kaum ausgepackt fällt auf, dass auch der Samsung BD-P1500 genauso wie der Sony BDP-S350 zu den Leichtgewichten zählt. Man fühlt sich an die günstigen DVD-Player erinnert. Zusammengemommen kommt es mir fast so vor, als ob die Kabel, Fernbedienung, Batterien, Bedienungsanleitung und Karton zusammen schwerer sind als der Player. Aber wie ich mittlerweile gelernt habe, ist dies bei den Blu-Ray Playern im Einstiegssegment normal.
Rein optisch reiht sich der Samsung BD-1500 in die aktuelle Samsungoptik ein: Schwarz rundum, die Front ist verspiegelt komplett in Schwarz und man sieht nur ein kreisförmiges Bedienfeld, einen Auswurfknopsf, einen Powerknopf und die Lade des Laufwerks. Alles steht hier im Zeichen der aktuellen Samsung-Klavierlackoptik. Auffällig ist an dem Player, dass er keine Ecken hat, sondern alle potentiellen Ecken abgerundet sind. Damit setzt er sich von den üblichen Playern ab und er wirkt recht unauffällig, reiht sich optisch zwischen den üblicherweise schwarzen Geräte sehr gut ein und macht einen stimmigen Eindruck – Auch wenn er keinen Designhöhepunkt darstellt.
Das Gehäuse ist aus Metall, wohingegen die Front eher aus Playtik zu sein scheint, aber ganz genau lässt sich das alleine vom Anfassen her nicht ausmachen.

An der Rückseite besitzt er alle nötigen Anschlüsse die man zum Genuss von Blu-Rays minimal benötigt. Das Bild wird entweder per HDMI-, Component- oder SVHS-Anschluss ausgegeben. Den digitalen Ton bekommt man per koaxialem oder optischem Anschluss an den Receiver, wenn man keinen AV-Receiver mit HDMI-Eingang besitzt. Desweiteren kann man den Ton auch per Stereo-Verkabelung aus dem Player herausbekommen.
Dann gesellt sich noch ein Netzwerkanschluss dazu, der dient zum Aufspielen neuer verfügbarer Firmwareversionen oder macht den Player mit der aktuellsten Firmware auch BD-Live-fähig – vorrausgesetzt man gibt dem Player mehr Speicher, indem man externen Speicher an den an der Rückseite vorhandenen USP-Port anschliesst. Ob dies alles so Reibungslos funktioniert, werde ich später auch testen.
Ausserdem soll der Samsung BD-P1500 mit aktuellerer Firmware auch DivX Filme abspielen können, dabei wird mich während der Tests vorallem die Kompatibilität zum XVid-Format interessieren.
Anschlüsse für 5.1- oder 7.1- Ausgangssignale an einen vorhandenen Receiver gibt es nicht, man kann den Ton nur per Stereoausgang, digitalem koaxialen oder optischen Ausgang an den Receiver bekommen. Von daher ist er was die Anschlussvielfalt angeht definitiv ein Einsteigergerät. Wer den vollen Umfang von HD-Sound geniessen möchte, der kommt nicht um einen AV-Receiver mit HDMI-Eingang herum. Alles andere versetzt einen zwar in die Lage den Ton auf ein 5.1 System zu verteilen, aber leider keine HD-Sounds in ihrer vollen Qualität zu konsumieren. Aber auch hier kommt es wie so oft auf die eigenen Ansprüche an 😉

Positiv fällt bei dem Samsung BD-P1500 auf, dass man zu jeder Zeit ganz klar erkennt ob der Player unter Strom steht oder nicht. Im ausgeschalteten Zustand leuchtet der Powerknopf deutlich rot wenn der Player unter Strom steht. Bei dem Yamaha BD-S2900 sieht man das zum Beispiel nicht. Der macht sich nur kurz bemerkbar, wenn er unter Strom gesetzt wird, später erkennt man nicht mehr ob er im ausgeschalteten Zustand unter Strom steht oder nicht! Hier ein Pluspunkt für alle „Stand-By-Fetischisten“ auf Seiten des Samsung BD-P1500 😉

Beim Einschalten ist der P1500 sehr schnell! Er braucht gerade mal 4 Sekunden bis er ansprechbar ist. Ansprechbar heisst in dem Fall dass er das erste Bild auf dem TV ausgibt und man kann per Auswurfknopf oder Eject-Taste auf der Fernbedienung bereits die Lade öffnen und einen Film einlegen. Damit ist er der schnellste der 3 mir bekannten Player! Nach 26 Sekunden ist der P1500 mit allem Laden und Einlesen fertig und signalisiert dies auch mit dem Text „noDisc“ im Display. Aber so lange muss man bei ihm ja nicht zwingend warten, man kann ja wie gesagt schon vorher eingreifen.
Im Vergleich dazu benötigt der S2900 von Yamaha bereits schlappe 24 Sekunden bis er überhaupt nach dem booten ansprechbar ist und zum Beispiel die Lade geöffnet werden kann.
Als kleines Goodie signalisiert der P1500 einem seine Zustände zusätzlich per Sound. Es gibt den 1. Ton, wenn der gesamte Bootvorgang inkl. Einleseversuche erledigt ist. Wird der Player abgeschaltet, dann gibt es einen anderen Ton, der den Abschaltvorgang signalisiert.

Negativ fällt bei dem Samsung BD-P1500 auf, dass die Lade sehr lappig eingebaut ist, heisst sie relativ wackelig ist. Dies ist bisher das schlechteste Ergebnis aller 3 mir bekannten Testkandidaten.
Deweiteren macht er beim Einschalten kurz relativ viel Lärm, dasselbe gilt für das Öffnen der Lade. Das geht definitv besser. Dies hat keiner der anderen Player bisher so gezeigt und wenn man es nicht kennt erschreckt man sich erstmal mächtig, wenn man die Geräusche hört.
Das eingebaute Dispaly ist bei normaler Beleuchtung tagsüber – heute ist ein bedeckter Wintertag – aus 3-4m Entfernung definitiv nicht lesbar, dafür ist es zu lichtschwach eingestellt. Wenn man weiß, was er ungefähr zeigen soll, dann kann man es erahnen und per Ausschlussverfahren zu dem richtigen Ergebnis kommen. Die Helligkeit des Displays lässt sich per Setup-Menü aber auch nicht nachregeln.
Ausserdem lässt sich der leuchtende Powerknopf für den Heimkinobetrieb definitiv nicht per Setup-Menü abschalten. Während des Betriebes leuchtet er ständig blau. Im Vergleich zum Yamaha ein kleiner Schönheitsfehler, denn hier kann der Heimkinofan das blaue Lämpchen im Menü ausschalten.

Wird der Samsung BD-P1500 eingeschaltet oder zum Beispiel ein Film mit der Stop-Taste unterbrochen und der Player kehrt in seinen Samsung-Begrüßungsbildschirm zurück, dann wird nach kurzer Zeit ohne Aktivität automatisch ein Bildschirmschoner eingestellt. In dem Fall ist der Bildschirm schwarz und es hüpft nur ein schwarz-weißes Samsunglogo über den Bildschirm.

Bei den ersten Tests mit der Lade und eingelegten Blu-Rays ist mir schon mal aufgefallen, dass das Laufwerk beim Einlesen der Disc deutlich lauter arbeitet als es der Yamaha BD-S2900 oder der Sony BDP-S350 der Fall ist. Da gibt er richtig deutlich zu hören, dass er etwas tut. Das ist mir schon sehr negativ ausgefallen, macht es doch eher den Eindruck eines sehr günstigen Produktes wo hauptsächlich drauf geachtet wurde, dass er Blu-Rays abspielt und der Rest sehr vernachlässigt wurde.
Aber auch bei diesen doch eher Kleinigkeiten kommt es wieder auf die Sichtweise des Nutzers/Käufers an 😉

Soweit erstmal zu meinen ersten äusseren Eindrücken des Samsung BD-P1500 und was ihn von dem Yamaha BD-S2900 und Sony BDP-S350 deutlich unterscheidet. Im 2. und 3. Teil folgen dann wieder die restlichen Betrachtungen hinsichtlich der Möglichkeit den Player einzurichten sowie seine Qualität hinsichtlich des Bildes.
Bei Fragen, haut mich einfach an 🙂

Es sind bereits Folgeartikel hierzu erschienen:

Samsung BD-P1500 vs. Yamaha BD-S2900 – Teil 2
Samsung BD-P1500 vs. Yamaha BD-S2900 – Teil 3

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