Juli 2008


Ich war heute zum Geburtstag eingeladen, allerdings in Lüneburg. Also wie es Standard bei mir ist ab zur Bahn und mit der Bahn hingefahren … Aber es sollte keine sonntägliche Unternehmung werden wie normalerweise, was man daran merkt dass ich jetzt schon wieder hier sitze und schreiben kann    😉

Es war alles wie immer, nur warum kommen wir schon am ersten Halt mit so viele Verspätung an und stehen dann auch irgendwo auf der Strecke ein Weilchen … ich zumindest habe mir nichts dabei gedacht, man kennt es ja wenn da noch ein Zug auf der Strecke ist. Doch diesmal sollte alles anders kommen. Diesmal war der Grund ein Böschungsbrand und Oberleitungsschaden auf meiner Strecke, so dass die Strecke komplett gesperrt war und nichts mehr ging. Leider waren die Durchsagen im Zug auch nicht so geichbleibend, dass man unbedingt drauf setzen konnte. Zuerst sollte mein Zug zurück nach Hannover fahren, um dann auf einer Umleitungsstrecke nach Hamburg zu kommen, dem Endhaltepunkt des Zuges. Also würde ich zumindest gut nach Hause kommen, wenn ich schon nicht nach Lüneburg komme. Reisende nach Lüneburg sollten in einen anderen Zug umsteigen … kam mir schon komisch vor. Sicherlich richtig, wenn das Problem am Ende der Strecke zwischen Lüneburg und Hamburg ist, aber warum fährt dann der Metronom, der Ausweichzug nach Lüneburg, auch nicht einfach weiter wenn es für ihn so gesehen erstmal gar kein Problem gibt. Ich fragte nochmal nach dem Grund und wo das Problem sei, aber mir konnte nichts weiter gesagt werden, ausser dass das Problem in dem von mir schon angedachten Abschnitt hinter Lüneburg liegen müsse.
Also stieg ich um, denn ich wollte nach Lüneburg was nach diesen Auskünften wohl auch gehen sollte. Plätze hatte ich genug gefunden, was schon komisch genug ist. Der Metronom musste dort schon ein bisschen länger stehen und die meisten Fahrgäste waren schon ausgestiegen … aber dort stigen sonst nie so viele Leute aus, was sollten die auch dort alle wollen. Ungefähr 10 min. später wurde auch im Metronom durchgesagt, dass dieser zurück nach Hannover fährt. Ich also wieder zurück in den IC, mit dem ich ursprünglich gekommen war, denn Fernzüge bekommen immer vorang und sind dann eh ein wenig schneller. Mich wunderte auch schon ein wenig dass der IC mittlerweile wie leergefegt war und auf Nachfrage erfuhr ich, dass der IC nun nicht zurück nach Hannover fahren würde, sondern nur ein Stück zurück, dann auf die Ausweichstrecke und ohne Halt nach Hamburg durch … also auch nicht richtig für mich.
Soviel zu Zugdurchsagen und wie sehr sie einem weiterhelfen können. Es wäre sicherlich sinnvoll einmal mehr gar nichts zu sagen, bevor man ständig eine andere Durchsage macht!

Ich nun also dort gefangen, denn bis ich erfahren hatte, dass mein IC nicht nach Hannover zurückfährt, war der Metronom nämlich schon weg. Die Züge aus der anderen Richtung, die alle über Hannover fahren würden, kommen auch nicht durch und der nächste Metronom, der auch am selben Bahnhof strandete fuhr nicht nach Hannover zurück, der lies einfach alle Fahrgäste aussteigen und gut. Blieb nur noch die S-Bahn die mehr als doppelt solange braucht als alle andere Zugverbindungen.

Nach langem hin und her und erkundigen sowie bescheinigen lassen was sei, damit ich die Chance habe meinen Fahrpreis wieder zu bekommen, nam ich dann ungefähr 1 Stunde später zumindest den dann irgendwie nach Hannover fahrenden Metronom von dort. Zwischenzeitlich fuhren die Züge zumindest schon mal wieder 2 Bahnhöfe weiter in meine ursprüngliche Richtung, aber das hat mir nun auch nicht mehr geholfen. Denn auf „Hallo!“ sagen und dann 1 Stunden später wieder zurück hatte ich keine Lust mehr … geschweige denn dass ich nicht wusste wie es mir 2 Bahnhöfe weiter ergangen wäre, so mitten im ländlichen Gebiet irgendwo.

So wurde aus 1 Stunde nach Lüneburg ungefähr 2:15 Stunden nach Celle und wieder zurück nach Hannover.
Nun wollte ich noch den Fahrpreis erstattet bekommen. Ich hatte das noch nie gemacht, also befürchtete ich nach so mancher Schauergeschichte schon das schlimmste. Aber auch hier sollte es anders kommen. Ich musste nur ein wenig Zeit mitbringen weil es viel zu tun gab, schliesslich hatten diverse Züge Probleme bzw. entfielen oder kamen bis auf unbestimmte Zeit gar nicht in Hannover an. Aber dann ging alles problemlos. Am Service-Point wurde auf meiner Karte alles vermerkt und am Fahrkarten-Schalter bekam ich dann einfach mein Geld wieder. Völlig ohne Probleme! Das hatte ich nicht erwartet – Eine sehr positive Erfahrung!

Und ein gutes hatte das Ganze noch: Ich war wohl einer der wenigen Lichtblicke für das Personal an einem solchen Tag mit meiner lockeren Art das ganze leicht zu nehmen   :-)))
Es zeigte sich mal wieder wie unflexibel und unanständig der Deutsche wird, wenn es mal nicht so läuft wie er es aber erwartet hat. Über Sprüche „Da fährt man mal mit der Bahn und dann so etwas!“ über „Die haben gesagt weil es ein Online-Ticket ist bekomme ich kein Geld, dass müsse ich einschicken – Denen mache ich so richtig Zunder unterm A…!“ war alles dabei. Ich finde es echt schade wie sich viele Menschen in solchen Fällen verhalten. Es ist bestimmt keiner von der Bahn an den besagten Bahnabschnitt gegangen und hatt ein Grillfeuerchen gemacht oder ähnliches – Auch wenn ich es bei den Temperaturen hätte verstehen können. So etwas passiert und ich finde dafür haben sie es relativ souverän gemeistert, bis auf die undurchsichtigen Zugdurchsagen. Sonst gab es schliesslich keine Probleme anderweitig.

Wir sollten einfach etwas flexibler sein, denn wer wie man es immer wieder hört der Meinung ist, die Bahn sei unzuverlässig oder wie nach dem Zwichenfall sich zu solche Äusserungen hinreissen lässt, sollte dann konsequentereise wieder mit dem Auto fahren! Ich bin mal gespannt wem sie es dann in die Schuhe schieben, wenn es einen Stau gab, das eigene Auto liegen bleibt oer sonst was unterwegs ist, weshalb man auch mal 30 Minuten oder gar 1 Stunde oder mehr zu spät kommt. Aber Benzin it doch so teuer … heul     😉

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Oder wie soll ich diese Laune der Natur in den letzten Wochen, aber vor allem die letzten Tage werten?
Heute wäre sogar ein Pullover plus Jacke angebracht gewesen und ehrlich gesagt – als ich auf der Arbeit dem Wind bei dem grauen Himmel, der den Regen vor sich hertrieb, zu sah, dachte ich intuitiv an einen Platz im kuscheligen Wohnzimmer vor einem Kamin!

Das entspricht doch nicht einer gültigen Assoziation im Juli, oder?

Oder um mich auf die Worte unseres ehemaligen obesrsten Chefs zu beziehen, als er die Firma verlies:
„Der Sommer gehört mir!“ – Als er dann doch Anfang Juni oder Juli wieder einen Job annahm wussten wir alle, es musste der Ende des Sommers sein … oder wie war das Ganze zu deuten?

… für meine Ansprüche und die mir gesetzten Limitierungen.
Es sollte schnell und schmerzfrei werden. Nachdem das Musikvergnügen in den letzten Jahren größtenteils auf der Strecke geblieben ist, weil die Boxen vor allem, die ich vor 8 Jahren gekauft habe, sich als sehr mies herausgestellt haben. Da habe ich es eigentlich nie gewagt sie mal wieder so richtig zu animieren nach dem ersten Umzug. Nachdem mich vor 2 Monaten die Motivation packte, einfach mal ganz unverbindlich nach etwas neuem zu schauen, ist daraus nun die handfeste Suche nach einer neuen Hifi-Kombination geworden. Alles sollte ursprünglich sehr kurz und schmerzlos werden, so war ich doch der Meinung, dass es sich bei Boxen und Recievern doch um ein relativ standarddisiertes Segment halt … doch weit gefehlt.

Ich bin aus dem Segment der PC-Systeme und allem was man damit anstellen kann zwar schon viel Kummer gewöhnt, aber ich sollte im nachhinein auch bei der Suche nach dem richtigen Klangerlebnis auf sehr viele Optionen, Kombinationen, Funktionen und Standards treffen, die je nach Geldbeutel, Hersteller und bisheriger Verbreitung im Markt nicht gerade einfach zu kombinieren sind, teilweise sehr mangelhaft umgesetzt werden und bei denen es sehr schwer ist den Überblick und vor allem den Durchblick zu behalten.

Das Ziel sollte erstmal der für meine Ansprüche optimale 5.1-Klang sein, der das Filmerlebnis wieder aufersteht. Neben doch sehr großen, auch für nicht geschulte Ohren wahrnehmbaren, Klangunterschieden in unterschiedlichen Preisklassen kommt hier noch die Wahl der unterstützen Tonformate dazu. Für einen Laien, der sich im Vorfeld nur wenig bis gar nicht informiert hat, kann hier eine schnelle und überstürzte Entscheidung sehr schnell dazu führen, dass man sich Wege verbaut ohne dies überhaupt zu wissen.
Da gibt es Begriffe wie die alten Tonformate Dolby Digital und DTS in der 5.1 Variante, neue Tonformate Dolby TrueHD und DTS HD, beides auch in 5.1 Varinate. Die beiden neuen Tonformate haben dann aber auch noch Ausprägungen namens Dolby Digital TrueHD, Dolby Digital Plus sowie DTS HD in den Ausprägungen Master und Core. Entschuldigt, wenn jemand feststellen sollte dass ich die Bezeichnungen nicht absolut korrekt wieder gebe, noch habe ich nicht den kompletten Überblick.
Dann können die aktuellen Reciever noch alle Geräte mit Sound und Bild entgegennehmen und etweder alles nur durchschleifen, damit man nur 1 Kabel zum TV ziehen muss. Dann können die entweder analoge oder digitale Signale, manche auch beide gleichzeitg, upscalen auf 1080p, manche können analoge Signale auch nur deinterlacen und nicht upscalen, dann gibt es diese Reciever mit HDMI Ein- und Ausgängen in unterschiedlicher Anzahl, je nachdem wieviele Endgeräte neuerer Generation man dort anschliessen/durchleiten möchte. Zum Abschluß gibt es die Tonormate anstatt in 5.1 auch in der 7.1 Variante.

Komplizierter wird es noch, wenn man das Ganze zusätzlich mit einem Blu-Ray Player kombinieren möchte. Dann können die zum Teil auch die obigen Sound-Standards selber dekodieren und als PCM-Stream oder nicht dekodiert als Bitstream ausgeben – manche Player auch nur einen Teil davon und mal in der und mal in jeder Form -, sie können 1080p im Format 24 Frames (1080p/24)  ausgeben. Dann soll es da noch Unterschiede im Bereich 24p geben, wenn es um die Darstellung auf dem TV gibt, die mit der Wiederholfrequenz zusammenhängen, aber da habe ich noch die größten Wissenslücken … das Ganze gilt es dann noch so optimal zu kombinieren, damit die Bildausgabe dem genügt, was der eigene TV aus z.B. einem 1080p/24 macht bzw. damit man aus dem Blu-Ray Player auch das herausbekommt was man möchte und erwartet, je nachdem welchen Blu-Ray Standard man haben möchte – da spielen eigentlich nur die Versionen 1.1 und 2.0 eine Rolle, welche Player mit unterschiedlicher Hardwareausstattung vorraussetzen.

Das ganze gilt es zu kombinieren … aber wie soll man da ein gutes Gewissen haben, wenn man nicht durchblickt … also bin ich nun auf der Suche nach dem Sinn und Unsinn hinter all der Technik und nach den Möglichkeiten und Chancen, damit ich ein Ergebnis herausbekomme was mich ruhig schlafen lässt   :-/
Sehr anstrengende Geschichte für einen (noch) Laien …

Es ist endlich soweit und die lange, scheinbar schon chronische Erkältung, hat mein Oscarchen verlassen – Alles ist wieder gut   🙂

Ich habe ja vor langer Zeit über die nicht mehr funktionierende Milchaufschäumdüse beim Oscarchen berichtet. Nun ist der Fehler behoben, auch wenn ich aktuell nichts dazu beigetragen habe. Das lange einwirken der Reinigungssubstanzen scheint da einiges gelöst zu haben in Verbindung mit dem ständigen Betrieb und gleichzeitig offener Düse, wodurch noch heisser Dampf von innen anlag. Es passierte ganz plötzlich und mit ein bisschen weißer Flüssigkeit – wohl die Milchreste, welche das Ventil verklebt haben zuvor – kam wieder Dampf!

Nun ist wieder Latte-Time und die Milchspezialitäten werden verstärkt genossen – Das leben kann so schön sein   🙂

Gestern war ich im Rahmen meiner Tour durch diverse Möbelläden mal an einem dort im Laden ansässigen Kaffeestand und wollte mir eine Pause, und dazu einen Cappuccino, gönnen. Zuerst erschrack ich, als ich die Espressozubereitung sah: Kaffeemehl in den Siebträger eingefüllt, Siebträger eingespannt und los ging es.
Kein tampen oder etwas in der Art, noch nicht mal der Versuch. Das schreckte mich ab und ich verschob die Pause, weiter im Programm. Nach einiger Zeit überkam mich doch wieder der Drang nach einer Pause und ich fasste mir ein Herz, denn schliesslich bstelle ich an noch vielen anderen Orten Kaffee und alle verwandten Getränke, nur sehe ich dort nichts von der Zubereitung. Und im Cappuccino wird es schon gehen, sagte ich mir. Also einfach mal bestellt, ich wollte wissen wie der so schmeckt mit dieser Zubereitungsform.
Das Ergebnis war ein fürs Auge ganz ordentlicher Cappuccino aus deutschen Landen. Geschmacklich war er aber recht fad, nicht viel Geschmack, eben ein ganz leichter Cappuccino wie meine Mutter ihn wohl gemocht hätte – ihr ist er nämlich schnell zu stark.

Nun wollte ich zu Hause das Ganze auch mal nachspielen um festzustellen, wie stark sich das Tampen auf die Espressoqualität auswirkt. Das habe ich heute durchgeführt und dies ist das zum Teil grauenhafte Ergebnis:

1. Versuch – 10g Kafeemehl in den Siebträger ohne alles:

Schon der Anblick des herauslaufenden „Espressos“ ist nicht das, was man erwartet aber genau das was ich da gestern gesehen habe – also habe ich es mit dem Versuch getroffen 😦
Der Kaffee läuft sehr schwungvoll aus dem Siebträger, der Espressostrahl erinnert an die Stromschnellen eines Flußes – Es ist kein kontinuierlicher Strahl sondern er fliesst mit ständig wechselnder Stärke und fluktuierend aus dem Siebträger. Dieses, ich nenne es mal so, hektische herausfliessen aus dem Siebträger anstatt eines kontinuierlichen und gleichbleibenden Strahls ist ein absolut sicheres Zeichen für Channeling.
Der Espresso fliesst also innerhalb weniger Sekunden durch, ob es überhaupt 5 Sekunden waren mag ich zu bezweifeln. Ich mochte es auch nicht mitstoppen … Das Ergebnis in der Tasse gleicht fast dem guten alten Filterkaffee. Es ist schwarz aber mehr auch nicht. Es ist keine Crema vorhanden.
Der erste Schluck erinnert auch an den Filterkaffee. Es ist sehr dünn, kein großes Aroma oder Volumen im Espresso, sehr fad und ohne Charakter. Dafür kommen die uneigenheiten der Bohne, die Säure und zum teil auch das Bittere gut hervor, weshalb der Espresso für meinen Geschmack eigentlich nahezu ungeniessbar ist. Denkt man sich diese beiden Seiten aber ein wenig heraus ist es ein klassischer Filterkaffee aus der 19,90 Euro Platik-Kaffeemaschine mit Warmhalteplatte, Kaffeepulver selbstverständlich im Laden vorgemahlen.

2. Versuch – 10g Kaffeemehl und leicht getampt (eigentlich zu wenig getampt):

Der Espresso fliesst auch bei dem Versuch nicht großartig ruhiger aus dem Siebträger, es ist auch jetzt noch deutliches Channeling zu erkennen. Crema ist nur für kurze Zeit minimal vorhanden.
Es ist aber geschmacklich schon ein deutlich sprübarer Unterschied vorhanden. Er schmeckt zwar immer noch nicht gut, aber im Gegentiel zum ersten Versuch ist deutlich mehr Aroma vorhanden, auch wenn der bittere Anteil noch überwiegt und es nicht unbedingt zu einem Genuss macht.

3. Versuch  10g Kaffeemehl und richtig getampt:

Nun kommt der Espresso so heraus, wie er soll. Kontunierlicher Espressostrom, kein Channeling, langsam aber sicher läuft er aus dem Siebträger. Crema ist wie erwartet vorhanden.
Geschmacklich kommt nun das Aroma voll zur Geltung. Er schmeckt voll und aromatisch, so wie ein Espresso schmecken soll!

Ich kann nur empfehlen, wer nicht auf schlechten Espresso steht, kann es beim lesen belassen und muss nicht selber probieren. Man muss nicht alles selber ausprobiert haben!
Lieber tampen, dann ist die Welt in Ordnung …     :-S

*Schüttel*

… warum glauben die Politiker hier in Deutschland, dass die Bürger nicht bis 2 zählen können?

Ich schreibe hier einen provokant formulierten Artikel, weil ich es satt habe immer von den Politikern etwas vorgespielt zu bekommen. Dies ist ein Ausdruck meiner Unzufriedenheit mit der aktuellen Politik und ich erhebe mit diesem Artikel keinen Anspruch darauf, sauber und seriös recherchierte Artikel und Faktenwissen zu präsentieren!

Dem deutschen Wähler ist allgemein bekannt, dass die Bundesregierung in Ihrem Koalitionsvertrag verankert hat, dass der Atomausstieg beschlossene Sache ist und daran nicht gerüttelt wird. Dennoch versucht der ein oder andere Politiker mal mehr oder weniger erfolgreich eine Gegenbewegung einzuleuten, das hält sich aber in engen Grenzen.
Nun war der G8 Gipfel und auch wenn man als Fazit sagen kann, dass nichts definitives – wie immer eigentlich – dabei herausgekommen ist, dann hat sich doch erstmalig US-Präsident Bush hinter alle G8 Allgemeinplätze gestellt und anerkannt, dass was getan werden muss. Das an sich ist ja schon fast eine Sensation, denn offiziell wurde so etwas in der Art bisher immer von den USA bestritten.

Jetzt ist der G8-Gipfel vorbei, Umweltchützer sind enttäuscht davon, dass aus dem G8-Gipfel wieder nur ein gemütliches „Wir-sprechen-über-alles“-Treffen geworden ist ohne dass etwas handfestes dabei herauskommt. Dem kritischen Beobachter kam es schon von Anfang an etwas merkwürdig vor, das Bush so ganz plötzlich zu allem ja und Amen sagt, so lange zumindest keine Zahlen und Daten in den Beschlüssen stehen die ein handeln fordern, ohne dass da ein hacken dran sein soll …

Doch welche Diskussion wird den nun ganz plötzlich mit einer neuen Dimension an Schärfe und Intensität von den Politikern geführt? Plötzlich scheint der Ausstieg aus der Kernenergie wieder arg auf der Kippe zu stehen und für diverse Politiker gibt es diverse Möglichkeiten und völlig legitime Gründe wieder über den Rückzug vom Ausstieg, neue Formen des Energiemixes und neue Möglichkeiten der dauerhaften Nutzung der Kernergie zu diskutieren und sie ernsthaft in Erwägung zu ziehen.
Wenn man bedenkt, dass die USA einer der größten Nutzer der Kernenergie sind und im Zuge der verschärften Nutzung erneuerbarer Energien Ihre Atomenergie-Politik auch nie so richtig angekommen ist, bekommt dieses Zusammenspiel eine ganz neue Dimension – Bush sagt ja zu den Klimazielen auf dem G8-Gipfel und plötzlich wird hier wieder über Kernenergie debatiert, als sei es das natürlichste der Welt wenn man sie nutzt, weiter ausbaut und die eigene Zukunft auf ihr basierend plant. Für mich sieht das nach einem Kuhhandel aus, den unsere Kanzlerin vor allem, aber auch die anderen Staatschef, da eingegangen ist. Wenn es da mal nicht Absprachen hinter verschlossenen Türen gab, die es erst ermöglicht haben die große Zustimmung der USA zu den groben Klimazielen zu bekommen …

Ich fühle mich mal wieder völlig veräppelt, wie so oft, und am Ende wird alles so lange diskutiert und mit diesen Diskussionen so lange in die Gehirne der Wähler geprügelt, bis es durch die ständige Präsenz des Themas zum Alltag gehört, man sich nicht daran stößt und dann die Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke und das Ja zum Bau von Atomkraftwerken ohne die große Protestwelle verkündet werden kann – So ähnlich wie mit der Mehrwertsteuererhöhung. Es muss nur lange genug Thema in der öffentlichen Diskussion sein, dann stumpft der Wähler ab und die anfängliche Abneigug und der Protest wird immer mehr abgebaut und verfliegt zum Teil durch die dauer der Diskussion.

Das schlimme an der Sache, in der Welt Kompakt am 9.7. gab es einen Artikel darüber, in dem diese Absprachen sogar thematisch erwähnt wurden … ich habe nur nicht früh genug geschaltet und jetzt ist die Zeitung weg. Wer also weitere sachdientliche Hinweise zu dem Thema hat, der ist herzlich willkommen 🙂

Angefangen hat alles mit dem Gedanken, es könnte doch mehr im Paket der Erlösung für alle, die kostenfreies TV haben wollen, stecken … es ging darum, ob Dolby Digital auch über alle TV-Verbreitungswege so ausgestrahlt wird, wie es am Beginn des großen Blockbusters suggeriert wird:

„Dieser Film wird Ihnen präsentiert in Dolby Digital“
(Quelle: Trailer vor den großen TV-Ereignissen unterschiedlicher TV-Sender)

Nachdem ich nun alle Antworten der für mich erstmal relevantesten Sender zusammen habe, lässt sich ein paar Tage nach dem ersten Zwischenbericht folgendes sagen:

  1. Diese genannten Trailer geben immer das maximal mögliche wieder 😉
    Sie sagen nichts darüber was man aktuell über seinen Standard-Empfangsweg geboten bekommt!
  2. DVB-T ist für meinen Geschmack furios gestartet – Neueste Technik für alle!
    Es wurde daraus durch einige Unzulänglichkeiten in der Technik eher ein simpler Ersatz für das alte analoge TV, bei dem es nur einige wenige TV-Sender gab.
  3. Wir TV-Zuschauer sind nicht nur hinsichtlich der TV-Geräte oder Set-Top Boxen sondern nun auch bei der eingesetzten Sendetechnik Betatester – erstmal auf den Markt damit und im Zweifel schieben wir Nachbesserungen oder einfach neue Technik/Geräte zum Erwerb hinterher
  4. Und zum Thema Dolby Digital: Über DVB-T strahlen alle Sender nur ein normales Stereo-Signal aus, mehr nicht!

Damit bin ich der Entscheidung, dass es mittelfristig bei mir zur Stelitentechnik geht, eindeutig zwei Schritte näher gekommen …
Aber alles wird gut, spätestens mit DVB-T2 in ein paar Jahren. Dann basiert es nicht mehr auf MPEG2- Technik, sondern auf MPEG4, die Signalqualität ist deutlich gesteigert und endlich wird auch HD-TV über DVB-T möglich sein … alles was mit etwas besser durchdachter Technik/Vorgehen auch ohne den Zwischenschritt DVB-T(1) und früher als die Version 2 möglich gewesen wäre   😦

Und natürlich müssen wir uns dann auch neue DVB-T Set-Top Boxen kaufen bzw. werden die heute in TV-Geräten verbauten DVB-T Empfänger sehr wahrscheinlich unnütz, weil sie nicht alle mit dem MPEG4-Standard nachzurüsten sein werden.

Willkommen in der Zukunft!

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