Nachdem es in leztzter Zeit um das eigentliche Thema bei mir, den Kaffee, sehr ruhig geworden ist, steht heute mal wieder etwas zu dem Thema auf dem Programm.

Wie vor einer Weile hier bereits geschrieben, hat Gertrude beim Gewinnspiel zu meinem 11.111ten Besucher gewonnen und das habe ich zum Anlass genommen, mal einen neuen Kaffee zu beziehen, den sie dann auch bekommen hat. Diesmal wurde es die Espresso Röstung „Sulawesi“ aus dem Hause Langen. Ich hatte in den Foren schon viel darüber gelesen und im Vorfeld den Eindruck gewonnen, dass diese Sorte eine der in der breiten Masse beliebteren ist. Doch diesmal wollte ich ihn selber ausprobieren :-)

Wie schon geschrieben handelt es sich dabei um eine sogenannte Espressoröstung. Solche Röstungen sind dunkler geröstet als die normalen, weshlab sie auch mehr Röstaromen mit sich bringen. Ich gebe aber für gewöhnlich nicht allzu viel auf die Röstung hinsichtlich ihrer Verwendung, denn bei mir wird grundsätzlich jede Röstung für Espressovarianten – Espresso, Cappuchino, Latte – und auch normalen Kaffee verwendet. Und ganz klar, es werden immer nur ganze Bohnen bestellt, denn ganze Bohnen geben einen viel aromatischeren Kaffee als man es je mit dem vorgemahlenen Kaffee hinbekommen würde.
Der erste Test wurde mit dem Sulawesi und Handaufguss gemacht. Dabei verwende ich als Mass immer einen Kaffeelöffel, mit dem ich die Menge Kaffeebohne abmesse, die pro Tasse in die Mühle kommen. Damit ergibt sich zwar zwangsläufig ein anders Mass als wenn man den vorgemahlenen mit dem Kaffeelöffel in den Filter tut, aber anders geht es in dem Fall eben nicht. Für meinen Geschmack müssen es 2 – 2,5 Kaffeelöffel Kaffeebohnen auf eine große Tasse Kaffee – manche nennen das auch einen Beccher Kaffee – werden bei dem Sulawesi. Dann entwickelt er ein gutes ausgewogenes Kaffeearoma, ohne das man ihn zu den starken zählen muss. Diese Dosierung ist massentauglich!
Bei 2,5 Kaffeelöffel kommt schon leicht das etwas rauchige Röstaroma durch, was man so charakteristisch von einem gut zubereiteten Espresso kennt, wenn man mehr Richtung 2 Kaffeelöffel geht dann reiht sich das in die anderen Aromen mit ein.
Handaufgebrüht schmeckt der Sulawesi rund und vollmundig. Ganz wichtig finde ich zu erwähnen, dass der Sulawesi, frisch gemahlen und richtig aufgebrüht, kein bisschen Bitterstoffe und Säuren enthält, er schmeckt absolut nur rein nach Kaffeearomen! Das hatte ich bisher nicht allzu oft, weshalb der Sulawesi von nun an für mich fest zu den Familienkaffees zählt. Wenn mal wieder eine Familienfeier anberaumt wird, kann der Sulawesi ohne Bedenken bestellt werden, den trinken alle Familienmitglieder, egal ob sie auf milden, starken, Espresso oder welche Sorte auch immer stehen. Der ist von seinem Aroma her so ausgewogen ohne in eine spezielle Richtung zu driften, das können nur sehr wenige Röstungen von sich behaupten.
Von den Aromen her schmeckt man einerseits leicht dieses typische Espresso Röstaroma, dann gibt es für mich immer dieses, ich nenne es so, typisches Kaffearoma. Das ist dieses Aroma, was beim Mahlen der Bohnen in die Nase steigt, dieser intensive Geruch, der eben so typisch für Kaffee ist. Und genau dieses Aroma kommt auch geschmacklich wieder sehr gut raus bei dem Sulawesi. Man schmeckt quasi genau das was man gerochen hat. Ausserdem hat er leichte Nussaromen. Es hat keine Säure, auch nicht diese aromatischen Fruchtsäuren die manchen Kaffee auszeichnen, er ist ein Kaffee der ganz geradeaus schmeckt und keine Umwege durch das Regal der ausgefallenen Aromen macht.
Ich habe genau diesen handaufgebrühten Sulawesi am 1. Weihnachtstag meinen Eltern und meinem Onkel gemacht und die waren auch sehr begeistert. Sonst ist ihnen mein Kaffee immer zu stark oder zu intensiv, aber der Sulawesi ist bei ihnen sehr gut angekommen. Auch sie fanden ihn sehr angenehm vom Aroma, sehr lecker. Ich muss dazu sagen, die sind allesamt die typischen Tchibo-Kaffeetrinker, den sie sich im Vollautomaten zubereiten lassen. Das dazu, damit ihr ein wenig einordnen könnt, wie massentauglich dieser Sulawesi ist.

Das war der erste Test, dem der Sulawesi unterzogen wurde. Demnächst werde ich noch berichten, wie sich der Sulawesi direkt in der Espressozubereitung präsentiert.
Nun muss ich aber erstmal die letzten Sylvestervorbereitung machen, der 2. Test muss noch warten :-)