oder wie schiebe ich es anderen am Besten unter!
So könnte man die aktuellen Drohungen der Pin Group verstehen, wenn sie doch erst groß angekündigt hat 900-1000 Leute entlassen zu müssen, falls der Mindestlohn wirklich kommen sollte und nun doch schon von der Insolvenz die Rede ist.
Ich bin zwar von Haus aus schon der Meinung, dass ein Manager dafür ein grozügiges Entgeld bekommt und den Laden führt, damit er solche Sachen umschifft und den Laden lenkt, ihn zu Gewinnen führt, ihn voran bringt und so weiter. Von daher ist dieses „Mama Mama, der hat mich gehauen!“ schon nicht nach meinem Geschmack … oder im Jargon der Rufe nach moderaten Mangergehältern zu bleiben: Diese Manager hätten sich für eine Lohnerhöhung bereits jetzt disqualifiziert.
Aber was musste ich eben im TV sehen … die Lohnerhöhung ist ja gar nicht Schuld, das wird nur als Anlass genommen um die eigenen Fehleinschätzungen jemandem anders in die Schuhe zu schieben … aber seht selbst:
Report Mainz
12 Dezember 2007 at 8:06
Wenn die neuen Briefzustellerfirmen ein tragfähiges Geschäftskonzept hätten, könnten sie auch trotz Mindestlöhne (die im Übrigen ja alle gleichermassen treffen)konkurrieren.
12 Dezember 2007 at 8:50
Eeben, aber das dokumentiert der Beitrag von Report Mainz ja auch sehr treffend … jetzt braucht man es nicht nur auf inkompetente Manager schieben, sondern kann auch sagen, dass die in keinster Weise auch mal zu Ihren Fehlern stehen können. Aber sonst würde man ja auch keine Gehaltserhöhung bekommen dürfen – denn in der Öffentlichkeit Fehler eingestehen, das behält man im Kopf, alles andere ist eventuell so schnell vergessen, dass man dennoch gut in den Topf langen kann ohne dass jemand aufschreit …
13 Dezember 2007 at 8:39
Es läßt sich eben kein solides Unternehmen aufbauen ausschließlich über ausreichende Finanzierung. Es muss ein gute Marktposition möglich sein. Gute Finanzierung ist immer wichtig, doch dieses Geld zu nutzen um künstlich Größe zu generieren geht meist nicht auf. Das läßt sich gut im Report sehen: die Bayern habe von Grund auf aufgebaut und im Laufe des Wachstums aus Fehlern gelernt. Springer ist direkt groß eingestiegen, hat sich auf den finanziellen Background verlassen. Doch nun werden aus kleinen Fehlern, aus denen man noch lernen kann, schnell große und teure Fehler. Ich denke auch, dass der Mindestlohn nicht der Anlass für die Entlassungsdrohung ist, sondern Managementfehler.
13 Dezember 2007 at 9:26
Aber das scheint bei großen Unternehmen oftmals der Fehler bzw. Trugschluss zu sein … schade dass die nicht draus lernen.