Volvo hat ein System für seine Fahrzeuge vorgestellt, welches Fahren unter Alkoholeinfluss unterbinden soll.
Es handelt sich dabei um einen Alkoholtester auf Basis von Brennstoffzellen. Der Fahrer muss vor dem Zünden des Motors in das Handgerät pusten, dieses stellt den Alkoholgehalt des Atems fest und verhindert bei mehr als 0,2 Promille das Zünden des Motors.
Das System besteht aus einem Handgerät und einer Bordelektronik, welche die per Funk empfangenen Daten auswertet. Das Handgerät basiert auf der Technik von Brennstoffzellen. Diese Brennstoffzellen reagieren ausschliesslich auf Ethanolmoleküle – ein Vorteil gegenüber den billigeren Transistorgeräten. Diese Ethanolmoleküle erzeugen in der Brennstoffzelle eine Spannung, worüber der Alkoholgehalt bestimmt wird.
Ab einem Alkoholgehalt von 0,2 Promille wird das Zünden des Motors verhindert, zwischen 0,1 und 0,2 Promille wird im Display im Armaturenbrett eine Warnung angezeigt, darunter lässt das System den Fahrer ohne Anmerkungen die Fahrt antreten. Um nicht nach jedem kleinen Zwischenstop wieder neu pusten zu müssen, wird der anfangs gemessene Wert für 30Minuten gespeichert.
Aktuell ist der Alcoguard nur in Schweden erhältlich, ab 2008 soll das Systemen auch auf den anderen europäischen Märkten erhältlich sein. Es wird sich dabei um ein optionales Zubehör handeln. Es kann direkt beim Kauf eines neuen Volvos mitbestellt werden, ein Nachrüsten ist aber auch möglich.
Sollte es mal nötig sein, dass der Alcoguard deaktiviert wird, dann kann das System vom Volvo Fachhändler ausgeschaltet werden.
Preise für den Alcoguard hat Volvo noch nicht bekannt gegeben.
Ich finde ein solches System sollte so schnell wie möglich in allen Fahrzeugen nicht mehr nur als optionales Zubehör, sondern als Serienausstattung ausgeliefert werden. Ein Drittel aller Unfälle in Deutschland sind auf Alkohol am Steuer zurückzuführen – das sollte ein ausreichend großes Argument dafür sein, dass hier das Retten von unschuldigen Leben im Vordergrund stehen muss und nicht mehr ausschliesslich die Individualität und Selbstbestimmung eines jeden Einzelnen!
P.S.: Ich habe gestern die Quelle vergessen anzugeben. Hier reiche ich sie nach – Autosieger.de / Autozeitung.de
12 Dezember 2007 at 6:43
Also diese Idee finde ich doch mal super!
Endlich mal was intelligentes auf den Automarkt!
Ich bin dafür das man die in alle Autos einbaut.
Das wäre ein riesen Fortschritt!
LG
12 Dezember 2007 at 7:09
in der schweiz ist es so, dass die haupttodesursache bei jugendlichen zum einen suizide und zum anderen verkehrsunfälle sind. verkehrsunfälle sind allgemein oftmals oben mit dabei, deshalb wäre ich ebenfalls absolut für die serienausstattung, das würde zahlreiche unfälle vermeiden.
12 Dezember 2007 at 7:18
Aber da bekommt die Autoindustrie dann wohl Ärger mit der Spirituosenindustrie … wäre aber sich auch mal interessant ie die miteinadner umgehen und nicht immer nur zu sehen wie die auf der Politik herumhauen
12 Dezember 2007 at 11:15
Ok, in den Statistiken des ADAC habe ich gelesen, das es im Jahre 2005 2.253.992 polizeilich erfasste Unfälle gab. Davon waren 52.128 (also knapp 2,5%) sogenannte „Alkoholunfälle“…
Ich mein, wie schlecht fahren denn dann die Nüchternen???!!!
scnr
Zum Thema:
„optionales Zubehör“
Wetten, das wesentlich weniger als 2,5% der Autofahrer sich sowas einbauen lassen?
13 Dezember 2007 at 9:29
Aber ich finde es schon erstrebenswert wenn man mit so einfachen Mitteln diese 2,5% Prozent an Unfällen ausschliessen kann. Kein Overhead, keine Kontrollen dass jemand da was gemacht hat, einfach rein die Dinger und erledigt.
Jetzt müssen wir nur noch in Erfahrung bringen, mit welchen Folgen diese 2,5% in die anderen Statistiken eingehen und in welchem Licht die 2,5% dann erscheinen.